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Vergleichswettkampf

Sport-Vergleichswettkampf der Bildungseinrichtungen für Hörgeschädigte in Niedersachsen


Seit 1969 gibt es den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ und er ist heute mit ca. 800.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der weltgrößte Schulsportwettbewerb. Einer der damaligen Initiatoren war seinerzeit der Präsident des Deutschen Sportbundes, Willi Daume und die Zeitschrift Stern.

 

Ihre Grundgedanken und Ziele waren, Schülerinnen und Schülern schon im schulischen Rahmen Wettkampferfahrung zu sammeln, positive Werte wie Fairness, Teamgeist und Einsatzfreude zu vermitteln und somit Motivation für ein lebenslanges Sporttreiben zu erhalten. Der Wettbewerb gilt als Sprungbrett vom Schulsport zu Training und Wettkampf im Sportverein und Verband, die damit die Möglichkeit zur Talentsichtung und -förderung erhielten.

 

Viele unserer deutschen Spitzensportler, wie Boris Becker, Franziska van Almsick, Michael Groß, wie viele Weitere entstammen aus dieser Talentschmiede. Heute wird der Wettbewerb in 17 olympischen Sportarten bis zum Bundesfinale in Berlin ausgetragen.

 

2010 wurde aus einem Pilotprojekt mit „Jugend trainiert für Paralympics“ ein weiterer Wettbewerb für Menschen mit Behinderungen eingeführt. In 8 Sportarten finden Wettbewerbe für Förderschwerpunkte "Körperliche und motorische Entwicklung",  "Sehen" und "Geistige Entwicklung" statt. Schülerinnen und Schüler der Einrichtungen für Hörgeschädigte bleiben dabei ausgeschlossen.

 

Als Nachteilsausgleich organisiert der Gehörlosen Sportverband Niedersachsen e.V. seit 2010 einen landesweiten Wettbewerb für die Bildungseinrichtungen der Hörgeschädigten. Alle 2 Jahre finden wechselnd an einem Standtort einer Förderschule, ein in Form und Art vergleichbarer Wettkampf der 5 Einrichtungen in Niedersachsen statt. Ca. 250 Schülerinnen und Schüler messen sich in den Sportarten Basketball, Fußball Mädchen und Jungen, Schwimmen und Brennball.

 

Finanziert wurden die bisherigen Wettkämpfe ausschließlich aus Spenden, Förderungen durch Stiftungen, Eigenmittel der Teilnehmer und des Gehörlosen Sportverbandes Niedersachsen.

 

Die bisherigen Austragungsorte waren:  

  • 2010    Braunschweig
  • 2012    Oldenburg
  • 2014    Hildesheim
  • 2016    Osnabrück
  • 2018    Hannover (geplant)

 

Auch in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz gibt es ähnliche Strukturen und Wettbewerbe. Wünschenswert wäre eine einheitliche Veranstaltungs- und Förderstruktur für alle Bundesländer.


Wir brauchen einen Wettbewerb