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45. Landessporttag des LSB Niedersachsen

22. 11. 2020

Der erste virtuelle Landessporttag des LSB Niedersachsen

 

Die Corona Pandemie zwang des LandesSportBund Niedersachsen einen Landessporttag auszurichten, an dem die Delegierten nur online zusehen und abstimmen konnten. Trotzdem wurden

wegweisende Entscheidungen für die Weiterentwicklung der niedersächsischen Sportorganisation getroffen.

 

Beschlossen wurden der Masterplan Inklusion im niedersächsischen Sport und die Aufnahme des Inklusionsgedankens in die LSB-Satzung. Zentraler Satzungsbeschluss war die Verankerung des Inklusionsgedankens: Zu den Zwecken zählt künftig auch die Förderung des Sports von Menschen mit Behinderung und die Inklusion im und durch Sport.

 

Erstmals berichteten auch die neuen Präsidiumsmitglieder Maria Bergmann, Michael Koop, André Kwiatkowski und Michael S. Langer aus ihrer Arbeit im 2019 neu gewählten Präsidium des LSB.

 

LSB-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach stellte besondere Erfolge bei den Mitteln des Landes für den Sport im LSB Niedersachsen heraus. Der LSB konnte 7 Mio. Euro für das Corona-Sonderprogramm einwerben. Der LSB-Präsident rief dazu auf, auch in der aktuellen Situation nach vorne zu schauen und neue Wege zu gehen, Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft zu suchen. „„Trotzdem Sport - auch in schwierigen Zeiten“ muss unsere Aufgabe sein.“

 

In einer Videobotschaft an die Delegierten des Landessporttag sicherte die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Carola Reimann, der Sportorganisation die Unterstützung der Landesregierung beim weiteren Umgang mit den Folgen der Coronazeit zu. Der Masterplan Inklusion sei ein positives Zeichen des Sports in der aktuell schwierigen Zeit. „Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte unserer Gesellschaft. Der Sport wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten, das zeigen die formulierten Ziele im Masterplan.“

 

Masterplan Inklusion

 

Gemeinsame Verantwortung für das Gelingen von Inklusion

 

Die Sportorganisation in Niedersachsen steht am Beginn einer neuen Ära (Zeitabschnitt). „Nichts über uns ohne uns!“- unter dieser Voraussetzung (Leitgedanken) hat der LandesSportBund (LSB) Niedersachsen, gemeinsam mit dem Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN), Special Olympics Niedersachsen (SO NDS) und dem Gehörlosen Sportverband Niedersachsen (GSN) in den letzten eineinhalb Jahren den „Masterplan Inklusion im niedersächsischen Sport“ erarbeitet. Damit bündelt der LSB die Kompetenzen im Themenfeld Inklusion, setzt auf Synergieeffekte und vermeidet gleichzeitig Parallelstrukturen.

 

Der Masterplan setzt die Entwicklung fort, den der LSB und BSN bereits 2013 begonnen haben, um die Ziele der UN - Behindertenrechtskonvention auch im Sport umzusetzen. Der LSB und die Behindertensportverbände wollen bis 2030 die Inklusionsprozesse in den Sportvereinen, in den Landesfachverbänden und in den Sportbünden nachhaltig weiterentwickeln, damit Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt und gleichwertig im Sport und Ehrenamt teilnehmen und teilhaben können.

 

In insgesamt 8 Arbeitssitzungen seit Anfang 2019 haben der Vorstandsvorsitzende des LSB Reinhard Rawe, sein Stellvertreter Norbert Engelhardt, Marcel Lamers und die Referentin für Inklusion Anke Günster, gemeinsam mit Karl Finke (Präsident BSN), Jutta Schlochtermeyer (BSN), Vera Neugebauer (Präsidentin SO NDS.) und Sabine Schmitz (SO NDS), sowie Timo Kruckemeyer und Präsident Peter Fiebiger vom GSN, den Masterplan Inklusion erarbeitet. Moderiert wurden die Arbeitssitzungen im Auftrage des LSB vom Dipl. Pädagogen Peter Wehr von der Wehr Consulting GmbH aus Essen.

 

Der Masterplan Inklusion umfasst 11 Handlungsfelder mit 28 genau beschriebenen Zielen. Die Handlungsfelder sind:

 

  • Verbandskultur
  • Angebote
  • Strukturen
  • Qualifikation
  • Barrierefreiheit / Zugänglichkeit
  • Kooperationen
  • Lobbyarbeit
  • Kommunikation
  • Service / Beratung
  • Ressourcen
  • Wissenschaft

 

In allen Handlungsfeldern sollen bis 2023 insgesamt 28 Projekte bzw. Ziele ausgearbeitet und möglichst umgesetzt werden. Die Projektkosten belaufen sich auf ca. 2 Millionen Euro über die 4 Jahre.

 

Die Ausarbeitung der Projekte und Ziele hat jetzt eine Projektgruppe übernommen, die Projektleitung liegt beim LSB. Mitglieder sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der beteiligten Verbände. Für den GSN arbeitet Dagmar Mavaddat in der Projektgruppe.

 

Das Präsidium des LSB Niedersachsen hat auf seiner Präsidiumssitzung am 26. Februar 2020 den Masterplan angenommen. Leider hat die Corona Pandemie den Zeitplan etwas verzögert. In 2 Konferenzen der Landesfachverbände und Sportbünde wurde der Masterplan am 11.09. und 12.09.2020 vorgestellt.

 

Endgültig verabschiedet wurde der Masterplan Inklusion auf dem 45. Landessporttag des LSB am 21. November 2020, der Corona bedingt, virtuell (bildlich über den Computer) online durchgeführt wurde.

 

Bild zur Meldung: 45. Landessporttag des LSB Niedersachsen

Fotoserien


45. Landessporttag des LSB Niedersachsen (22. 11. 2020)